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Die Erfurter als Puffbohnen

Die Erfurter als Puffbohnen
Foto: Stadtverwaltung Erfurt

Die Ackerbohne (Vicia faba), auch Saubohne, Dicke Bohne, Pferdebohne oder Puffbohne genannt, ist eine Nutzpflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae), Unterfamilie Schmetterlingsblütler (Faboideae). Sie gehört zur Gattung der Wicken (Vicia), im Gegensatz zur Gartenbohne, die einer eigenen Gattung Phaseolus angehört.

Aber die Puffbohne ist darüber hinaus noch viel mehr. Sie ist Identifikationsfigur der Erfurter.

Dieses Stadtmaskottchen weckt bei vielen Erfurter Bürgerinnen und Bürgern Begeisterung, Erinnerungen und Lokalpatriotismus, bei anderen, namentlich nicht Erfurtern, beschwört es ein einziges Fragezeichen im Kopf hervor. So viel Wind um eine Bohne? – Aber diese Puffbohne hat es in sich – denn auch jedes Kind, das in Erfurt geboren wird, bekommt eine Puffbohne (die Jungs eine blaue, die Mädchen eine in rosa).
Aber wie sind die Erfurter zu dem Spitznamen der Puffbohne gekommen? Die Böden um Erfurt sind sehr fruchtbar und dank des relativ milden Klimas im Thüringer Becken konnten sich die Menschen immer über reiche Ernten freuen. Die Bohnen gedeihen prächtig und bekamen wegen ihrer großen Form einen speziellen Namen. Über ausgepuffte Bohne kam man zu Puffbohne. Diese Bohne war durch ihren Stärke- und Eiweißgehalt sehr nahrhaft und daher beliebt bei den Erfurtern. Man trug sie in Hosen- und Kitteltaschen bei sich, um sich während einem Ausflug oder einem Arbeitstag auf dem Markt bedienen zu können. Teilweise wird erzählt, dass die Erfurter ihren Hut zogen, wenn sie an einem Puffbohnenfeld vorübergingen. Dieses innige Verhältnis zur heißgeliebten Bohne brachte den Erfurtern ihren Spitznamen „Puffbohne“. Seit September 2002 wird die Erfurter Puffbohne als Plüschmaskottchen für Erfurt hergestellt, bis jetzt gibt es 6 verschiedene Variationen sowie jahreszeitliche Sondereditionen.
Quelle: www.erfurt.de 

Geschichte der „ Original Erfurter Puffbohne“
Souvenirshop der Stadt Erfurt