
Die Bundesregierung und die ostdeutschen Länder haben den gemeinsamen Bericht „Aufarbeitung der Heimerziehung in der DDR" am 26.03.2012 vorgestellt.
Künftig soll zur Unterstützung der Opfer ab dem 01.07.2002 ein Hilfesystem nach dem Vorbild des Fonds „Heimerziehung West" geschaffen werden. Nach dem Bericht leiden viele Betroffene an den Spätfolgen, schlechten beruflichen Chancen, Stigmatisierung und psychischen Traumatisierungen wegen frühzeitiger Heimunterbringung. Der nun geplante Fond „Heimerziehung in der DDR in den Jahre 1949 bis 1990" soll den Betroffenen Hilfe bei der Folgenbewältigung bieten. Für den Fond wollen der Bund und die ostdeutschen Länder insgesamt 40 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Hierdurch sollen u. a. Anlauf- und Beratungsstellen in den ostdeutschen Bundessländern errichtet werden, die den Betroffenen bei der Aufarbeitung ihrer Lebensgeschichte, bei der Suche nach ihren Akten und bei Zugang zu Hilfeleistungen und Rentenersatzleistungen Hilfe leisten.