Bei unrichtigen Angaben des Versicherungsmaklers ist der Versicherungsschutz in Gefahr
Das Landgericht Braunschweig (Az.: 7 O 2480/11) hat entschieden, dass, wenn ein Versicherungsmakler den wahren Gesundheitszustand des Versicherten kennt und dennoch im Antrag auf Abschluss einer Versicherung falsche Angaben macht, müsse von einem arglistigen Verhalten ausgegangen werden, das auf den Versicherten zurückfällt.
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Rechtsschutzversicherung darf Rechtsanwalt nicht vorschreiben
Das Oberlandesgericht in Bamberg (Az.: 3 U 236/11) hat entschieden, dass eine Rechtsschutzversicherung ihren Versicherten nicht vorschreiben darf, welchen Rechtsanwalt der Versicherte beauftragen muss.
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Wohngebäudeversicherung Leistungskürzung auf Null möglich
Wie das OLG Hamm mit Urteil vom 27.04.2012 zum AZ: I 20 U 144/11 entschied, ist auch eine Leistungsreduzierung auf Null seitens des Wohngebäudeversicherers bei Vorliegen grober Fahrlässigkeit zulässig. Im vorliegenden Rechtsstreit stritten die Parteien darum, ob dem Kläger ein Anspruch auf Leistung auf Grund eines am 02.01.2009 entdeckten Leitungswasserschadens zusteht.
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Nicht angepasste Klauseln in Versicherungsaltverträgen sind unwirksam
Wie kürzlich der Bundesgerichtshof mit Urteil vom 12.10.2011 zum Aktenzeichen IV ZR 199/10 entschied, sind Klauseln in Altverträgen von Versicherungen, welche nicht an das neue Versicherungsvertragsgesetz (VVG) angepasst wurden, unwirksam, wenn sie den Versicherungsnehmer gegenüber der neuen Rechtslage schlechter stellen.
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Nochmalige Belehrungspflicht des Versicherers über Wahrheitspflicht des Versicherten
Der BGH hat entschieden, dass die Formulierung „Bewusst unwahre oder unvollständige Angaben führen zum Verlust des Versicherungsschutzes auch dann, wenn dem Versicherer keinerlei Nachteile entstehen“ den Anforderungen der Relevanzrechtsprechung genügt.
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Kein Unfallversicherungsschutz für nicht registrierte Gasthörer
Das LSG Mainz (Az: L 5 U 240/10) hat entschieden, dass für eine Person, die lediglich eine Universitätsveranstaltung besucht, ohne als Student immatrikuliert oder als Gasthörer offiziell registriert zu sein, keine Einbeziehung in die gesetzliche Unfallversicherung stattfindet.
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Unwirksame Klauseln – Ex-Allianz-Kunden dürfen auf Nachzahlung hoffen
Das Oberlandesgericht Stuttgart (Aktenzeichen: 2 U 138/10) hat etliche Vertragsklauseln aus Lebens- und Rentenversicherungen der Allianz für unwirksam erklärt. Frühere Kunden könnten nun pro Vertrag rund 500 Euro Nachzahlung bekommen.
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Leistungskürzungsrecht des Versicherers bei grober Fahrlässigkeit im Vollrausch
Urteil vom 22.06.2011, Az.: IV ZR 225/10
Der BGH hatte über das Leistungskürzungsrecht des Versicherers wegen grob fahrlässiger Herbeiführung des Versicherungsfalles während einer Trunkenheitsfahrt zu entscheiden.
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Versicherung muss Schadensbegutachtung möglich sein – Versicherungsleistung sonst in Gefahr
Wie das Amtsgericht München in seinem Urteil vom 28.09.2007 zum Az.: 281 C 15020/07 entschied, muss ein Versicherungsnehmer der Versicherung erst Gelegenheit geben, den beschädigten Gegenstand zu begutachten, bevor er ihn reparieren lässt. Ansonsten muss die Versicherung nicht bezahlen.
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Hausratversicherung gilt auch für während eines Umzuges ausgelagerte Sachen
Ein Versicherungsnehmer befindet sich nach der Ansicht des OLG Hamm - bezogen auf die Hausratversicherung - regelmäßig in einer schwierigen Situation, wenn die alte Wohnung noch besteht, die neue aber noch nicht bezogen ist.
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Verspätete Schadensanzeige in der Unfallversicherung führt zur Leistungsfreiheit des Versicherers
Meldet der Versicherungsnehmer einen Unfall seinem Unfallversicherer verspätet, kann be-reits dies zur Leistungsfreiheit auf Grund Verletzung der Aufklärungsobliegenheit führen. Dies hat das OLG Düsseldorf mit Beschluss vom 21.12.2007 zum Az.: 20 U 167/07 ent-schieden und die Entscheidung ferner damit begründet, dass es auch an einer fristgemäßen ärztlichen Feststellung des Versicherungsnehmers fehle.
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Der Nachweis eines Einbruchsdiebstahls obliegt dem Versicherungsnehmer
Der Nachweis konkreter Tatsachen, die das äußere Bild einer bedingungsgemäßen Entwendung beweisen, obliegt dem Versicherungsnehmer. Der Versicherungsnehmer hat hier den Vollbeweis zu führen, entschied das OLG Düsseldorf mit Urteil vom 10.06.2008 zum Az.: 4 U 58/07.
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